„Schön war die Zeit“ – Lesung war voller Erfolg

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„Schön war die Zeit“ – Lesung war voller Erfolg

Am 17. April 2016, Geschrieben von , In Allgemein,
 Die Vorsitzende des Frauenbundes Traudl Schropp (v.li.), Organisatorin Nadja Homm und Büchereileiterin Monika Veit dankten Helmut Degenhard (li.) und Martin Göth für ihren Vortrag.

Die Vorsitzende des Frauenbundes Traudl Schropp (v.li.), Organisatorin Nadja Homm und Büchereileiterin Monika Veit dankten Helmut Degenhard (li.) und Martin Göth für ihren Vortrag.

Es ist spannend, das Buch von Helmut Degenhart (73) mit dem Titel „Schön war die Zeit“. Der Journalist gesteht, dass ihn der gleichnamige Schlager von Freddy Quinn zum Titel animierte und erzählt darin sein Leben im Nachkriegsdeutschland, das sich vor allem im Raum Pocking abgespielt hat. Vor fast 50 Zuhörern in der Volksbücherei Straßkirchen wurde der Autor musikalisch begleitet von Ex-Domspatz Martin Göth.

Die Schulzeit, die für ihn im Jahre 1948 begann, sei alles andere als eintönig gewesen, das wurde aus den Erzählungen des Autors deutlich. Deutschland war im Umbruch, zehntausende Heimatvertriebene in der Region, teilweise in Lagern untergebracht und die Lehrer oft ehemalige Offiziere der Wehrmacht, was beim Tatzen geben, beim Werfen mit der Griffelschachtel oder einer schnellen Watsch’n zutage trat. Akribisch berichtet Degenhart von den Carepaketen, den amerikanischen Soldaten, dem Alteisen sammeln, damit man ein paar Mark zusammen bekam, dem Tagelöhnerdasein seiner Mutter, der späten Heimkehr seines Stiefvaters aus russischer Gefangenschaft und dem mühseligen Kartoffel klauben und Brennholz sammeln.IMG_9090

Aber auch Angenehmes gibt’s zu hören, wie vom Fasching in dieser Zeit, den Palmbuschen, einem Maifest, den Bräuchen im Jahreskreis oder einer Fahrt mit dem Radl nach Italien im Sommer 1956, die auf dem Brenner abrupt endete. Schön war die Zeit, meint Degenhart am Ende, und ergänzt: „wenn is mit heit vergleich …(macht eine Pause), besser geht’s uns!“ Mit dem Duo gelang dem Katholischen Frauenbund, der erstmals mit dem Büchereiteam kooperierte, ein glücklicher Griff. Die Zuhörer waren begeistert von den 90 Minuten Vortrag  und den musikalischen Darbietungen aus dem Kinder-Musical „Alles hat seine Zeit“, zu dem Degenhart die Texte schrieb und Göth dazu die passende Musik. (Text/Bilder: Josef Heisl)

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